Gaillac liegt im Département Tarn, etwa fünfzig Kilometer nordöstlich von Toulouse, am Fluss Tarn. Die Stadt ist Teil der Region Okzitanien und wird vom Gemeindeverband Gaillac Graulhet Agglomération verwaltet. Ihre Bewohner nennen sich Gaillacois und Gaillacoises.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die im zehnten Jahrhundert mit der Gründung der Benediktinerabtei St. Michel am Tarnufer begann. Dank ihrer Lage an einer wichtigen Handelsstraße und am schiffbaren Tarn entwickelte sie sich zu einem bedeutenden Handelsplatz. Weinbau und der Anbau von Färberwaid trugen zum Wohlstand bei, bis die Stadt im 16. Jahrhundert während der Religionskriege schwer beschädigt wurde. Später verlor sie an Bedeutung, als der Handel auf dem Tarn nachließ, doch die Eröffnung der Autobahn nach Toulouse im späten 20. Jahrhundert brachte neuen Aufschwung.
Gaillac ist vor allem für sein ausgedehntes Weinbaugebiet bekannt, das sich über die ersten Hänge des Tarn-Tals erstreckt. Die Stadt beherbergt bedeutende Bauwerke wie die Abteikirche St. Michel, die im 13. Jahrhundert entstand und später gotisch und neoromanisch überformt wurde. Heute dient ein Teil der ehemaligen Abteigebäude als Weinmuseum. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kirche St. Pierre, die mittelalterliche Tour Palmata und das klassizistische Rathaus. Die Stadt pflegt eine lebendige Markttradition auf der Place du Griffoul und ist Heimat eines bekannten Rugby-Vereins.