Geiselhöring liegt in Niederbayern, eingebettet im Tal der Kleinen Laber, wo sich das Labertal sanft in den fruchtbaren Gäuboden öffnet. Die Stadt zählt zu den kleineren Zentren der Region Donau-Wald und ist umgeben von mehreren Gemeindeteilen wie Hainsbach, Hirschling oder Sallach, die heute zur Stadt gehören. Die Landschaft ist geprägt von weiten Feldern und sanften Hügeln, die seit jeher die Lebensgrundlage der Bewohner bilden.
Die Wurzeln der Siedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, wie Funde wie der „Geiselhöringer Stier“ belegen. Der Name deutet auf eine bajuwarische Gründung durch einen Adligen namens Giselher hin, der vermutlich im Bereich der heutigen Stadtpfarrkirche eine erste Ansiedlung errichtete. Urkundlich erstmals als Gisilheringen im Jahr erwähnt, entwickelte sich der Ort zu einem bedeutenden Markt mit eigenen Gerichtsrechten. Nach einem Brand im frühen 16. Jahrhundert entstand das noch heute genutzte Rathaus, und der Ort prägte sich durch prächtige Bürgerhäuser und ein eigenes Wappen aus. Die Märkte zu Maria Magdalena und Kathrein sowie der Viehhandel machten Geiselhöring über Jahrhunderte bekannt.
Heute besticht die Stadt durch ihre historischen Bauwerke wie die barocke Stadtpfarrkirche St. Peter und Erasmus oder das Loichinger-Haus mit seiner handgeschnitzten Tür. Alle sieben Jahre zieht der Schäfflertanz Besucher an, und alle vier Jahre findet das Freilichtfestspiel Eva-Plenningerin statt. In der Umgebung liegen sehenswerte Kirchen wie die Dorfkirche in Hadersbach oder die Wallfahrtskirche in Antering. Die Eingemeindungen verschiedener Orte erweiterten das Stadtgebiet, und die Eisenbahnanbindung im 19. Jahrhundert brachte wirtschaftlichen Aufschwung. Trotz eines tragischen Flugzeugabsturzes 1980 blieb die Stadt ein lebendiger Ort mit einer Mischung aus Tradition und moderner Infrastruktur.