Gotha liegt im Freistaat Thüringen und ist dort eine der größeren Städte. Eingebettet zwischen dem Thüringer Wald im Süden und den Fahnerschen Höhen im Norden erstreckt sich die Stadt über ein Gebiet mit sanften Hügeln und fruchtbaren Böden. Der Krahnberg im Nordwesten erreicht als höchste Erhebung etwa 431 Meter, während das Heutal den tiefsten Punkt bildet. Flüsse wie der Flutgraben durchziehen das Stadtbild, während Bäche wie die Rot und das Wiegwasser kleinere Wasserläufe prägen. Im Norden grenzt Gotha an Gemeinden wie Nessetal, im Osten an Friemar und Drei Gleichen, im Süden an Emleben und Georgenthal sowie im Westen an Hörsel.
Die erste schriftliche Erwähnung Gothas stammt aus einer Urkunde Karls des Großen von 775, in der der Ort als „Villa Gothaha“ bezeichnet wird. Archäologische Funde belegen jedoch eine Besiedlung bereits in der Jungsteinzeit und Bronzezeit. Im Mittelalter entwickelte sich Gotha zu einem wichtigen Handelsplatz an der Kreuzung bedeutender Handelswege wie der Via Regia. Später wurde die Stadt Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Gotha-Altenburg und später von Sachsen-Coburg und Gotha. Prägend war auch die Gründung der Gothaer Versicherung im 19. Jahrhundert, die das deutsche Versicherungswesen mitbegründete.
Heute prägen barocke Bauwerke wie das Schloss Friedenstein das Stadtbild, das einst Residenz der Herzöge war. Das Naturkundemuseum und die Sternwarte Gotha zeugen von der naturwissenschaftlichen Tradition der Stadt. Gotha ist zudem bekannt für seine Verlagsgeschichte, etwa durch den Verlag Justus Perthes, der kartographische Werke schuf. Ein weiteres Wahrzeichen ist die Straßenbahn Gotha, eine der letzten Überlandstraßenbahnen Deutschlands. Die Stadt beherbergt auch eine Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und pflegt mit ihrer Umgebung als Naherholungsgebiet eine enge Verbindung zu den umliegenden Wäldern und Hügeln.