Grabs liegt im Schweizer Kanton St. Gallen, eingebettet im Rheintal zwischen Buchs und Gams. Die Gemeinde erstreckt sich von den Voralpen bis zu den Churfirsten und der Alviergruppe, wo Berge wie der Gamsberg oder der Hinterrugg aufragen. Im Westen grenzt sie an Wildhaus-Alt St. Johann, im Süden an Sevelen und Walenstadt. Zu Grabs gehören nicht nur das Tal, sondern auch Streusiedlungen am Grabserberg und Studnerberg sowie das historische Städtchen Werdenberg. Große Waldgebiete und ausgedehnte Alpen prägen das Bild, und auf 1123 Metern Höhe liegt der Voralpsee.
Die Wurzeln Grabens reichen bis in die römische Zeit zurück, als hier zwei Kastelle zum Schutz einer wichtigen Straße standen. Später prägten die Rätoromanen die Region, deren Spuren sich noch in Ortsnamen finden. Der heutige Name leitet sich vermutlich von einem romanischen Begriff für Stromschnelle oder steilen Anstieg ab. Im Mittelalter beherrschten die Grafen von Werdenberg das Gebiet, bis es nach deren Niedergang unter verschiedene Herren geriet. Nach einer kurzen Zugehörigkeit zum Kanton Linth wurde Grabs 1803 dem Kanton St. Gallen zugeordnet.
Das Städtchen Werdenberg, Teil der Gemeinde, ist bekannt für sein historisches Stadtrecht und den kleinen Werdenbergersee. Hier gab es einst zwei Korporationen: die Burger, die innerhalb der Stadtmauern lebten und besondere Rechte genossen, und die Stürer, die sich aus Landleuten zusammenschlossen. Beide verwalteten gemeinsames Eigentum und vergaben Liegenschaften. Noch heute zeugen Bauwerke wie das ehemalige Rathaus der Burger von dieser Vergangenheit. Die Landschaft mit ihren Bergen und Seen macht Grabs zu einem Ort mit reicher Geschichte und natürlicher Schönheit.