Gransee liegt im Norden Berlins, eingebettet in die seenreiche Landschaft des Ruppiner Landes. Die Stadt befindet sich auf einer Grundmoränenplatte südlich der Sanderflächen der Mecklenburgisch-Brandenburgischen Seenplatte. Ortsteile wie Dannenwalde liegen zwischen dem Kleinen und Großen Wentowsee, während Gramzow zum historischen „Land Stargard“ gehörte. Im Norden grenzt Gransee an Fürstenberg/Havel, im Osten an Zehdenick und im Süden an das Löwenberger Land.
Der Name der Stadt geht auf althochdeutsche und mittelniederdeutsche Begriffe zurück, die auf eine „Spitze“ oder „Aue“ am Wasser hindeuten. Erste Siedlungen gab es bereits in der Bronzezeit, wie Funde wie das Schwert von Gransee belegen. Im 13. Jahrhundert erhielt Gransee Stadtrecht und wurde als Grenzstadt zu Mecklenburg und der Uckermark befestigt. Ein Franziskanerkloster entstand, das später in der Reformation aufgelöst wurde. Mehrere Stadtbrände und der Dreißigjährige Krieg prägten die Entwicklung, doch blieb das mittelalterliche Stadtbild trotz Zerstörungen erhalten.
Heute ist Gransee bekannt für seine gut erhaltene mittelalterliche Altstadt mit Ringmauer, Wiekhäusern und historischen Toren wie dem Zehdenicker und Ruppiner Tor. Die Stadt ist Verwaltungssitz des Amtes Gransee und Gemeinden und beherbergt kulturelle Veranstaltungen. Die Umgebung mit Seen und Wäldern lädt zu Ausflügen ein, während die Geschichte der Stadt durch archäologische Funde und Bauwerke wie die Reste der Befestigungsanlagen lebendig bleibt.