Lychen liegt mitten im Naturpark Uckermärkische Seen im Norden Brandenburgs, eingebettet in die Seenlandschaft des Neustrelitzer Kleinseenlandes. Die Stadt ist von sieben uckermärkischen Seen umgeben, darunter der Große Lychensee und der Wurlsee, und grenzt im Norden an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Durch die Flüsse Woblitz und Küstriner Bach ist sie mit der Oberen Havel-Wasserstraße und der Feldberger Seenlandschaft verbunden.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1248, doch bereits in der Mittleren Steinzeit gab es hier Siedlungen. Im Mittelalter wurde Lychen von slawischen Stämmen geprägt, die auf Inseln und Halbinseln Burgen errichteten. Die Stadt erhielt eine Stadtmauer mit Tortürmen, von denen heute noch Reste erhalten sind. Im Dreißigjährigen Krieg und durch Großfeuer wurde Lychen mehrfach zerstört, doch sie entwickelte sich später zu einem Luftkurort mit Heilstätten.
Heute ist Lychen als Flößerstadt bekannt und ein beliebtes Urlaubsziel. Die Umgebung mit ihren Seen und der Himmelpforter Heide lädt zu Wanderungen ein. Historisch bedeutsam ist das ehemalige Sanatorium Hohenlychen, das im Zweiten Weltkrieg eine dunkle Rolle spielte. Ein Gedenkstein erinnert an die Zerstörung des jüdischen Friedhofs während der Reichspogromnacht.