Grein liegt im Unteren Mühlviertel Oberösterreichs, wo die Donau eine enge Schlucht durchbricht. Die Stadt ist die östlichste Oberösterreichs und erstreckt sich entlang des Flusses, dessen Wasserstand hier besonders tückisch ist. Das Ortszentrum liegt nur wenige Meter über dem Donauspiegel, während die umliegenden Hügel bis auf 534 Meter ansteigen. Ein Großteil des Gemeindegebiets ist von Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen geprägt, die auf dem harten Granit- und Gneisgestein des Böhmischen Massivs wachsen.
Erstmals erwähnt wird Grein im 12. Jahrhundert, als es im Schatten der nahen Burg Werfenstein zu einem wichtigen Donauhafen aufstieg. Die gefährlichen Stromschnellen machten es zu einem Ort, an dem erfahrene Lotsen und Nauführer arbeiteten. Im 15. Jahrhundert wurde Grein zur Stadt erhoben, doch blieb es lange den Burgherren unterstellt. Kriege, Brände und religiöse Konflikte prägten die Geschichte, darunter die Vertreibung lutherischer Bürger im 16. Jahrhundert. Ein Außenlager des KZ Mauthausen existierte hier gegen Kriegsende.
Heute ist Grein vor allem für seine historische Altstadt mit Rathaus, Brunnen und Burg bekannt. Die Greinburg, ein Renaissancebau, thront über der Stadt und beherbergt ein Museum. Ein jährliches Donaufest lockt Besucher an die Uferpromenade, während die umliegenden Schluchten wie die Stille Steinklamm Wanderer anziehen. Die Stadt verbindet damit ihre bewegte Vergangenheit mit einer lebendigen Gegenwart am Fluss.