Greyerz liegt im Kanton Freiburg am Nordrand der Alpen, wo die Saane die Freiburger Alpen verlässt. Das mittelalterliche Städtchen thront auf einem isolierten Hügel in 810 Metern Höhe, umgeben von den Ausläufern des Moléson und den markanten Felsgraten Dent de Broc und Dent du Chamois. Die Gemeinde erstreckt sich über ein weites Gebiet, das vom Saanetal bis zu den Gipfeln des Moléson reicht, wo auf 2002 Metern der höchste Punkt liegt. Zu Greyerz gehören mehrere Dörfer und Weiler wie Epagny, Pringy und Moléson-sur-Gruyères, die sich am Fuße des Stadthügels verteilen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Bronzezeit, doch die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert aus dem 12. Jahrhundert. Greyerz entwickelte sich unter den Grafen von Greyerz, die dem Ort Marktrecht verliehen und später Stadtrecht bestätigten. Im 16. Jahrhundert kam die Stadt unter die Herrschaft Freiburgs und wurde zur Residenz der Vogtei. Wirtschaftlich lebte Greyerz lange von der Landwirtschaft, insbesondere von der Käseproduktion und Viehzucht, sowie von Handel und Handwerk.
Heute ist Greyerz vor allem als Touristenort bekannt, der mit seinem mittelalterlichen Flair, dem Schloss und dem HR Giger Museum Besucher anzieht. Die Schaukäserei in Pringy zeigt die traditionelle Herstellung des Greyerzer Käses. Die Umgebung mit dem Moléson und den umliegenden Bergen bietet Möglichkeiten für Sommer- und Wintersport. Die gut erschlossene Lage an der Hauptstraße und die Nähe zur Autobahn machen den Ort leicht erreichbar.