Grömitz liegt im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein und erstreckt sich entlang der Lübecker Bucht. Der Ort gehört zum Ostholsteinischen Hügel- und Seenland und ist etwa zehn Kilometer nordöstlich von Neustadt in Holstein entfernt. Als Seeheilbad an der Ostseeküste zieht es mit seiner Lage zwischen Meer und sanften Hügeln Besucher an.
Der Name Grömitz geht auf einen westslawischen Bach zurück, und bereits im Mittelalter gab es hier eine befestigte Siedlung namens Groebeniz. Später wurde die Wallanlage nach Oldenburg verlegt, wo noch Reste erhalten sind. Grömitz entwickelte sich früh zu einem Handelsort mit Hafen, der im 17. Jahrhundert versandete, doch der Tourismus prägte den Ort nachhaltig. Seit 1813 ist es ein Seebad, und seit 1949 trägt es den Titel Ostseeheilbad.
Heute ist Grömitz vor allem für seine lange Seebrücke bekannt, die mit 398 Metern zu den längsten Deutschlands zählt und eine Tauchgondel bietet. Das Klosterdorf Cismar mit seinem teilweise erhaltenen Benediktinerkloster zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Der Ort lebt vom Tourismus, bietet aber auch kulturelle Highlights wie ein Kino mit Auszeichnungen für sein Programm. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat hier seit 1912 eine Station.