Lensahn liegt im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein, umgeben von kleineren Ortsteilen wie Petersdorf und Schanze. Die Gemeinde verwaltet auch das gleichnamige Amt und führt dessen Geschäfte. In der sanften Landschaft des östlichen Holstein gelegen, prägt eine Mischung aus Feldern und historischen Gutshäusern das Bild.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Lensahn im Jahr mit dem slawischen Namen „Linsane“, der auf unbebautes Neuland hinweist. Die backsteingotische Dorfkirche entstand 1245 unter den Schauenburger Landesherren, während Gutsherren wie Eggert von Heesten und Hartwig von Buchwald im 15. Jahrhundert das Schicksal des Ortes prägten. Pestzeiten, Reformation und Kriege hinterließen ihre Spuren, doch auch Fortschritte wie die Gründung von Schulen und landwirtschaftlichen Vereinen im 18. Jahrhundert zeigen die Entwicklung.
Heute ist Lensahn bekannt für sein Landwirtschaftsmuseum, das alte Geräte und Handwerkstechniken bewahrt. Das Gemeindewappen mit Damwildgeweih und Ähre erinnert an die ländliche Vergangenheit und die Verbindung zu oldenburgischen Gütern. Wirtschaftlich spielen Medizinproduktehersteller wie Codan eine wichtige Rolle, während der Ort mit seinem Museumshof und Naturlehrpfad auch Touristen anzieht.