Grünenbach liegt im Westallgäu, einer Region des Allgäus, und ist von markanten Erhebungen wie dem Laubenberg oder der Riedholzer Kugel umgeben. Zwischen diesen Hügeln schlängelt sich der Eistobel, ein tief eingeschnittenes Tal. Die Gemeinde besteht aus mehreren Gemarkungen und umfasst unter anderem die Dörfer Grünenbach, Schönau und Ebratshofen sowie zahlreiche kleinere Siedlungen wie Au oder Pferrenberg.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in vor- und frühgeschichtliche Zeiten zurück, wie ein Kultplatz an der Quelle des Grünen Bachs belegt. Später verlief hier eine wichtige Römerstraße, die Kempten mit Bregenz verband und Handelswege für mediterrane Güter ins Voralpenland erschloss. Bis ins frühe 19. Jahrhundert gehörte das Gebiet zu verschiedenen Herrschaften, darunter Österreich und die Fürstabtei St. Gallen, bevor es bayerisch wurde. Die heutige Gemeinde entstand 1818 durch das Gemeindeedikt und wuchs durch Eingemeindungen von Schönau und Ebratshofen.
Besonders bekannt ist Grünenbach für den Eistobel, ein Naturschutzgebiet mit wildromantischer Schlucht. Der Ort bewahrt zudem historische Spuren wie die Römerstraße und pflegt eine lebendige Kulturlandschaft. Persönlichkeiten wie der Kartograph Anton Zumstein oder der Schriftsteller Horst Stern prägten den Ort, der heute auch durch seine ländliche Idylle und die Nähe zum Bodensee besticht.