Guitté liegt in der Bretagne, genauer im Département Côtes-d’Armor, wo es sich an die aufgestaute Rance schmiegt. Nur etwa 37 Kilometer nordwestlich von Rennes entfernt, bildet es zugleich die Grenze zum benachbarten Département Ille-et-Vilaine. Das Gebiet gehört zum Naturpark Vallée de la Rance – Côte d’Émeraude, einer Landschaft, die von Fluss und Hügeln geprägt ist.
Frühe Spuren führen bis in die Steinzeit zurück, und ein alter Römerweg, der von Alet nach Corseul führte, durchquerte das Gebiet. Im Mittelalter übernahmen Adelsfamilien wie die Herren von Guitté die Verwaltung. Eine erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1148, als der Ort in einer Schenkungsurkunde an die Abtei von Boquen auftaucht. Später, 1832, gab es einen Gebietsaustausch mit Médréac.
Besonders sehenswert sind mehrere Schlösser, darunter das Château de Beaumont mit seinen ältesten Teilen aus dem 15. Jahrhundert und das Château de Couëllan aus dem 16. Jahrhundert. Dazu kommen historische Kirchen und Kapellen wie die Kirche Saint-Servan oder die Kapelle Saint-Nicolas de Couëllan. Auch Herrenhäuser wie das Manoir des Touches und drei alte Mühlen prägen das Bild. Ein Menhir namens La Pierre Longue erinnert an die frühe Besiedlung.