Gutau liegt im Mühlviertel auf etwa 590 Metern Höhe und erstreckt sich über 45 Quadratkilometer. Fast die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, während Wälder rund 44 Prozent einnehmen. Durch die Gemeinde fließen mehrere Bäche, darunter die Waldaist an der Grenze zu Schönau und Bad Zell. Die Landschaft wird von Hügeln wie dem Höllberg geprägt, der sich auf 784 Meter erhebt.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1122, doch bereits um 1000 gab es hier eine Siedlung. Der Name deutet auf fruchtbares Land hin. Im 15. Jahrhundert wirkte ein Pfarrer als Inquisitor, und 1490 wurde Gutau Teil Österreichs ob der Enns. Ein großer Brand zerstörte 1733 den Markt und die Kirche. Unter verschiedenen Herrschaften stehend, erlebte der Ort während der Napoleonischen Kriege Besetzungen.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Pfarrkirche und das Schloss Tannbach das Bild. Das Färbermuseum zeigt die Tradition des Blaudrucks, die sogar UNESCO-Kulturerbe ist. Ein Färbermarkt lockt jedes Jahr Besucher an. Wanderwege wie der Vogelkundeweg und das Europaschutzgebiet Waldaist-Naarn bieten Naturerlebnisse. Schulen, eine Musikschule und eine Mediathek sichern die Infrastruktur.