Hadres liegt im niederösterreichischen Weinviertel, eingebettet in das Pulkautal auf etwa 200 Metern Höhe. Nach Süden hin erheben sich der Locatelliwald und der Melker Wald, während im Norden das Gelände auf 270 Meter ansteigt. Der höchste Punkt ist der Steinberg mit 360 Metern. Die Gemeinde umfasst drei Ortschaften und ist vor allem von Weinbergen geprägt, die fast ein Viertel der Fläche einnehmen.
Die erste Siedlung entstand nach 1050 als „Althufe“ durch einen Gefolgsmann Gottschalk, später im Besitz der Herren von Schwarzenburg-Nöstach. Im Spätmittelalter wuchs das Dorf durch Zusiedlungen, doch die Besitzverhältnisse blieben zersplittert. Zahlreiche Adelsfamilien besaßen Anteile, sodass 1590 siebzig Häuser auf zwölf Grundherrschaften verteilt waren. Der Weinbau prägte die Region seit dem 18. Jahrhundert und wurde zur wirtschaftlichen Grundlage.
Besonders bekannt ist Hadres für seine über einen Kilometer lange Kellergasse, die längste ihrer Art in Europa. Drei historische Kirchen in den Ortsteilen zeugen von der langen Geschichte. Die Gemeinde fördert Sport und Bildung mit Vereinen, Schulen und Freiwilligen Feuerwehren. Berühmte Söhne sind der Komponist Joachim Hoffmann und der Heimatdichter Lois Schiferl.