Mailberg liegt im nördlichen Weinviertel Niederösterreichs, eingebettet in einen Talkessel auf etwa 217 Metern Höhe. Im Westen steigt das Gelände zum Melker Wald an, während der Buchberg mit 417 Metern die höchste Erhebung der Gemeinde bildet. Rund die Hälfte des Gemeindegebiets wird landwirtschaftlich genutzt, fast ein Fünftel besteht aus Weingärten, und fast ein Drittel ist bewaldet.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1055, doch seine Geschichte prägte besonders die Schlacht bei Mailberg 1082, in der böhmische und mährische Truppen eine Niederlage erlitten. 1146 schenkte man den Johannitern das Gebiet, die hier eine Kommende gründeten. Später spielte Mailberg eine Rolle in politischen Bündnissen wie dem Mailberger Bund von 1451 und erhielt 1514 das Marktrecht.
Das Schloss Mailberg, heute im Besitz des Malteser Ritterordens, stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist von einer Burgmauer mit Graben umgeben. Die Schlosskirche, dem hl. Johannes dem Täufer geweiht, entstand im 13. Jahrhundert und wurde später barock umgestaltet. Jährlich lockt das Kellergassenfest mit Weinverkostungen und Führungen durch historische Weinkeller, von denen fast 200 erhalten sind. Wanderwege wie der Europäische Fernwanderweg E8 führen durch die malerische Umgebung.