Heikendorf liegt am Ostufer der Kieler Förde in Schleswig-Holstein, zwischen den Gemeinden Laboe und Mönkeberg. Die Gemeinde besteht aus fünf Ortsteilen und erstreckt sich fast bis an das Kieler Stadtgebiet heran. Ihr Wahrzeichen ist das U-Boot-Ehrenmal Möltenort an der Förde, gekrönt von einer überlebensgroßen Bronzeplastik eines Seeadlers, die 2001 erneuert wurde.
Erstmals erwähnt wird der Ort 1233 als „Dorf des Heike“, später entstanden die Ortsteile Schrevenborn, Neuheikendorf und Möltenort. Schrevenborn war einst ein Gutshof im Besitz wechselnder Adelsfamilien, bis wirtschaftliche Streitigkeiten und Fälschungen zu seinem Niedergang führten. Im 20. Jahrhundert wurde Heikendorf durch militärische Anlagen und Industrie geprägt, besonders während des Zweiten Weltkriegs, als es durch Bombenangriffe schwer beschädigt wurde.
Heute ist Heikendorf ein staatlich anerkanntes Seebad mit einer Künstlertradition, die im 20. Jahrhundert eine eigene Kolonie hervorbrachte. Das 2000 eröffnete Künstlermuseum erinnert daran, ebenso wie die Bronzeplastik „Der Fischer“ von Adolf Brütt. Die Gemeinde verbindet maritime Geschichte mit ländlichem Erbe, wie das Wappen mit Fisch, Pflugschar und Eichenblättern zeigt.