Hejnice liegt verborgen in den Bergen des Isergebirges, wo die Smedá durch ein enges Tal fließt. Die Stadt ist von dicht bewaldeten Hügeln umgeben, die bis über tausend Meter aufragen, darunter der höchste Gipfel, der Iserberg mit seiner markanten Höhe. Im Norden grenzt sie an Lázně Libverda, im Osten an Bílý Potok und Desná, während im Süden die Orte Josefův Důl und Bedřichov liegen.
Die Wurzeln Hejnicas reichen bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, als eine Wallfahrtskirche entstand, die bald durch heilende Quellen in der Nachbarschaft an Bedeutung gewann. Im 17. Jahrhundert übernahm der Franziskanerorden die Führung und errichtete ein Kloster, das den Ort zu einem geistlichen Zentrum machte. Wirtschaftlich lebte die Gemeinde lange von Handwerk und Handel, besonders im Glas- und Kristallbereich.
Heute prägen vor allem die barocke Wallfahrtskirche und das Kloster das Stadtbild. Die umgebende Berglandschaft zieht Wanderer und Erholungssuchende an, während Persönlichkeiten wie der Historiker Jürgen Kocka oder der Glasfabrikant Josef Riedel mit dem Ort verbunden sind. Die malerische Lage und das kulturelle Erbe machen Hejnice zu einem besonderen Ort im Norden Böhmens.