Heřmánkovice liegt im Norden Tschechiens, eingebettet am Fuße des Heidelgebirges. Der Ort erstreckt sich als langgezogenes Waldhufendorf entlang eines Baches, der in die Steine mündet. Im Norden und Osten ragen bewaldete Berge auf, darunter der Spitzberg und der Breite Berg. Im Süden verbindet sich der Ort mit dem Nachbarort Olivětín zu einer geschlossenen Bebauung. An der Grenze zu Polen führt ein touristischer Übergang nach Głuszyca Górna.
Der Ort wurde vermutlich um die Mitte des 13. Jahrhunderts durch deutsche Siedler gegründet, als das nahegelegene Kloster Břevnov das Gebiet erschloss. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1353, als das Dorf als Besitz des Braunauer Stifts aufgeführt wurde. Im frühen 18. Jahrhundert entstand die barocke Allerheiligenkirche nach Plänen von Kilian Ignaz Dientzenhofer. Die Bewohner lebten vor allem von Landwirtschaft und Handwerk, darunter Kalk- und Porphyrabbau sowie Ziegelherstellung.
Heute prägen die barocke Allerheiligenkirche und das klassizistische Pfarrhaus das Ortsbild. Ein steinernes Kreuz am Pfarrhaus erinnert an vergangene Zeiten. Persönlichkeiten wie der Mediziner Cölestin Opitz oder der Offizier Adolf von Aust stammen von hier. Die umliegenden Berge und der Grenzübergang laden zu Wanderungen ein.