Šonov liegt im Norden Tschechiens, eingebettet am Fuß des Heidelgebirges. Das langgestreckte Waldhufendorf zieht sich über fast acht Kilometer entlang des Šonovský potok, eines kleinen Bachs, der in die Steine mündet. Im Norden, Osten und Süden grenzt das Dorf an Polen, während sich im Osten markante Berge wie der Rudný vrch oder die Vysoký erheben. Geografisch ist es das längste Dorf der Region Braunau.
Der Ort wurde vermutlich um 1250 durch deutsche Siedler gegründet, als das Kloster Břevnov das Gebiet urbar machte. Erstmals erwähnt wurde Šonov im Jahr 1300 als Teil des Stiftes Braunau. Im 14. Jahrhundert entstand eine hölzerne Kirche, die später durch einen barocken Bau ersetzt wurde. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg wurde Šonov zum Grenzdorf, was das Leben der Bewohner prägte. Im 18. Jahrhundert gab es Aufstände gegen die Klosterherrschaft und eine Choleraepidemie, die viele Opfer forderte.
Heute prägen vor allem die barocke Kirche St. Margareten und die Friedhofskapelle Maria Rosenkranz das Ortsbild. Die Kirche wurde nach Plänen von Kilian Ignaz Dientzenhofer errichtet und ist ein bedeutendes Bauwerk der Region. Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach 1945 verlor der Ort an Bedeutung, doch seit 2007 führt Šonov wieder ein eigenes Wappen. Die enge Verbindung zu Polen zeigt sich auch in der Partnerschaft mit Radków.