Herrieden liegt in Mittelfranken, eingebettet in das Städtefünfeck zwischen Rothenburg ob der Tauber, Feuchtwangen, Dinkelsbühl, Gunzenhausen und Ansbach. Der Ort erstreckt sich am Oberlauf der Altmühl, einem Fluss, der die Landschaft prägt. Im Norden grenzt er an Ansbach, im Süden an Feuchtwangen und im Westen an Burgoberbach. Die Gemarkung umfasst mehrere Dörfer und Weiler wie Elbersroth, Heuberg oder Stadel, während die Stadt selbst auf einer Höhe von etwa 420 Metern liegt.
Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 782 zurück, als ein fränkischer Grundherr namens Cadolt hier ein Benediktinerkloster gründete. König Karl der Große übertrug die Leitung Deocar, der als Beichtvater und Vertrauter des Herrschers eine Schlüsselrolle bei der Christianisierung der Region spielte. Der Name „Herrieden“ entwickelte sich aus älteren Formen wie „Hasareoda“, was so viel wie Rodung und Urbarmachung bedeutet. Im Mittelalter wurde der Ort befestigt, erhielt 1230 das Stadtrecht und erlebte durch Handelswege wie die Altmühl und die Route Donauwörth–Fürth wirtschaftliche Blütezeiten.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild, darunter die Stiftskirche mit ihren Reliquien und der Überlieferung nach eine vergoldete Monstranz aus dem 14. Jahrhundert. Die Stadt ist bekannt für ihre mittelalterliche Vergangenheit, die sich in der Stadtmauer und dem ehemaligen Stadtschloss widerspiegelt. Persönlichkeiten wie der spätere Erzbischof Luitpert oder der Fugger-Jakob, der hier zur Schule ging, hinterließen Spuren. Zudem erinnert ein ehemaliges Hexengefängnis an die dunkle Epoche der Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt.