Hersbruck liegt im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land, eingebettet in eine von Wäldern und Hügeln geprägte Landschaft. Die Stadt wird von der Pegnitz durchflossen, die hier von kleineren Bächen wie dem Sittenbach gespeist wird. Im Norden grenzt sie an Kirchensittenbach, im Süden an Pommelsbrunn und Happurg, während im Westen Reichenschwand und Henfenfeld liegen. Die Gemarkung umfasst auch die Gemeindeteile Ellenbach, Kühnhofen und Großviehberg, die sich über sanfte Hügel verteilen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Spätbronzezeit zurück, wie Funde eines Urnengräberfelds in Altensittenbach belegen. Schriftlich erwähnt wird Hersbruck erstmals im Jahr 1003 als Schauplatz eines Konflikts zwischen König Heinrich II. und dem Grafen von Schweinfurt. Der Name leitet sich vermutlich von einer Brücke ab, die einem gewissen Haderich gehörte. Im Mittelalter wechselte die Stadt mehrfach die Herrschaft: Von den Bischöfen von Bamberg ging sie an die Wittelsbacher, später an Böhmen und schließlich an die Reichsstadt Nürnberg, die sie 1505 im Krieg eroberte und als Pflegamt verwaltete.
Heute prägen historische Bauwerke wie das Schloss Hersbruck, das 1517 als Sitz der Nürnberger Verwaltung entstand, das Stadtbild. Die Reformation wurde hier früh eingeführt, doch der Dreißigjährige Krieg hinterließ tiefe Spuren. Wirtschaftlich profitierte Hersbruck von seiner Lage an der Goldenen Straße, die Nürnberg mit Prag verband. Die Stadt ist umgeben von keltischen Wallanlagen wie der Houbirg und bewahrt mit dem Urnengräberfeld von Altensittenbach bedeutende archäologische Zeugnisse.