Kirchensittenbach liegt im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land, eingebettet in eine hügelige Landschaft mit Wäldern und Wiesen. Die Gemeinde gliedert sich in 21 Gemeindeteile, darunter Algersdorf, Aspertshofen und Wallsdorf, und grenzt im Norden an Velden, im Osten an Hersbruck und im Süden an Schnaittach. Auf dem Gemeindegebiet erstrecken sich mehrere Gemarkungen, darunter eine mit über 1200 Flurstücken.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Hallstattzeit zurück, als auf einer Hochfläche Grabhügel angelegt wurden. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem späten 13. Jahrhundert, als er im bayerischen Salbuch verzeichnet wurde. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit gehörte das Gebiet zum Einflussbereich der Reichsstadt Nürnberg und wurde mehrfach geplündert. Im Zuge der Gebietsreform wurden mehrere umliegende Dörfer eingemeindet.
Die Gemeinde prägt eine wehrhafte Bartholomäuskirche aus romanischer Zeit, die nach einem Brand wiederaufgebaut wurde. Das Tetzelschloss, erbaut im 16. Jahrhundert, zeugt von der Geschichte der Adelsfamilien Tetzel und Schlüsselfelder. Auch die Burg Hohenstein im Ortsteil Hohenstein gehört zu den historischen Bauwerken. Ein besonderes Naturdenkmal ist der Märzenbecherwald bei Algersdorf. Persönlichkeiten wie der Gelehrte Nikolaus Hieronymus Gundling oder der General Friedrich Jobst Volckamer von Kirchensittenbach verbinden den Ort mit überregionaler Geschichte.