Herten liegt im Herzen des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Recklinghausen. Die Stadt ist geprägt von einer abwechslungsreichen Landschaft: Im Süden erhebt sich die Halde Hoheward im Emscherbruch, die mit ihrer künstlichen Spitze von über fünfzig Metern zu den markantesten Punkten zählt. Im Westen findet sich der Recklinghäuser Lößrücken, wo unter anderem die historischen Wassertürme stehen. Das Stadtgebiet erstreckt sich über rund siebenunddreißig Quadratkilometer und gliedert sich in neun Stadtteile, darunter der einst selbstständige Ort Westerholt.
Die Wurzeln Hertens reichen bis ins elfte Jahrhundert zurück, als der Ort erstmals als „Herthene“ im Heberegister der Abtei Werden erwähnt wurde. Im Mittelalter gehörte Herten zum Kurfürstentum Köln und war lange Zeit Sitz kurkölnischer Statthalter, deren Spuren sich im heutigen Schloss Herten finden. Die eigentliche Entwicklung zur Stadt begann jedoch mit dem Steinkohlebergbau im späten neunzehnten Jahrhundert, der einen starken Zuzug von Arbeitskräften aus Osteuropa und später von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg mit sich brachte.
Heute ist Herten vor allem durch seine Industriekultur und die markanten Halden bekannt, die als Aussichtspunkte und Naherholungsgebiete dienen. Das Schloss Herten und die Wassertürme prägen das Stadtbild, während die Halde Hoheward mit ihrer künstlichen Sonne ein beliebtes Fotomotiv darstellt. Die Stadt pflegt zudem eine Sammlung zur Volkskultur der Siebenbürger Sachsen, die auf die Nachkriegszeit zurückgeht.