Hlavice liegt im Norden Tschechiens, eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Rollberg-Hügellandes und dem Jeschkengebirge. Südlich des Ortes fließen die Bäche Zábrdka und Malá Mohelka, während sich im Norden der Jellinkaberg mit seinen 504 Metern erhebt. Nachbarorte wie Cetenov und Vystrkov liegen im Norden, während im Süden Mohelka und Kozmice zu finden sind. Westlich der Gemeinde erinnern nur noch Wüstungen wie Kostřice und Proseč an die Dörfer, die dem Truppenübungsplatz Ralsko weichen mussten.
Die ersten Spuren einer Besiedlung stammen aus dem Übergang vom 11. zum 12. Jahrhundert, als hier vermutlich eine kleine Siedlung entstand. Schriftlich erstmals erwähnt wurde Hlavice im Jahr 1352, doch bereits seit der Mitte des 12. Jahrhunderts gehörte das Gebiet vermutlich zum Besitz des Benediktinerklosters Hradiště. Ein hölzernes Kirchlein mit Pfarrhaus wurde 1358 errichtet, doch während der Hussitenkriege zerstört. Im 18. Jahrhundert entstand eine neue Kirche, die nach einer Rinderpestepidemie zu einem Wallfahrtsziel wurde. Die Tradition der Wallfahrten besteht bis heute und wurde sogar von der Schriftstellerin Karolína Světlá beschrieben.
Das Ortsbild prägen vor allem die spätbarocke Wallfahrtskirche des hl. Linhard aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, umgeben von alten Linden. Vor dem Pfarrhaus steht eine barocke Statue des Heiligen aus dem Jahr 1740. Westlich des Dorfes finden sich noch Reste der Burg Křída, die über dem Zábrdka-Tal thront. Die Gemeinde besteht heute aus den Ortsteilen Doleček, Lesnovek und Vápno, wobei Letzterer einst eine eigene Gemeinde bildete. Jährlich Ende August zieht die Hauptwallfahrt zahlreiche Besucher an.