Osečná liegt im Norden Böhmens, eingebettet in eine hügelige Landschaft. Der Ort wird vom Fluss Ploučnice durchflossen, der sich durch das Tal schlängelt. Südöstlich erhebt sich die Stadt Český Dub, während die Umgebung von Wäldern und sanften Hügeln geprägt ist. Hier leben Menschen in einer kleinen, aber geschichtsträchtigen Siedlung.
Erstmals taucht der Ort 1352 unter dem Namen Ossieczna in den Urkunden auf, doch schon 1384 hatte er eine eigene Pfarrkirche mit einem Seelsorger. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Name mehrfach, bis er schließlich als Oschitz bekannt wurde. Die Bewohner lebten lange unter der Herrschaft benachbarter Grundherren und waren bis 1848 erbuntertänig. Nach einem verheerenden Brand im 19. Jahrhundert und der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach 1945 wandelte sich der Ort zu einem beschaulichen Flecken mit landwirtschaftlichem und touristischem Schwerpunkt.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt. Die Veitskirche aus dem 16. Jahrhundert mit ihrem späteren neugotischen Turm ist ein markantes Beispiel spätgotischer Architektur. Auf dem Marktplatz steht eine barocke Mariensäule, umgeben von Heiligenstatuen. In der Nähe erstreckt sich die markante Felsformation Teufelsmauer, ein beliebtes Wanderziel. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Anton Müller stammen aus dieser Gegend, die bis heute von ihrer landschaftlichen Schönheit und ihrem kulturellen Erbe lebt.