Hlučín liegt im Norden Mährisch-Schlesiens, eingebettet in ein hügeliges Land zwischen den Flüssen Opava und ihren Zuflüssen Vařešinka und Jasénka. Die Stadt ist umgeben von Nachbarorten wie Vřesina und Darkovice im Norden, Markvartovice im Nordosten sowie Ostrava im Südosten. Am Stadtrand erstreckt sich ein Baggersee, während sich im Süden und Osten markante Erhebungen wie der Weinberg und die Große Berge erheben.
Die Stadt entstand vermutlich im 13. Jahrhundert durch deutsche Siedler und erhielt früh Stadtrechte. Im Mittelalter prägten Handwerker wie Tuchmacher und Leineweber das Leben, später wechselten die Besitzer häufig zwischen Adelsgeschlechtern. Nach einer preußischen Phase kam Hlučín 1920 zur Tschechoslowakei, wurde 1939 wieder deutsch und kehrte 1945 endgültig nach Tschechien zurück.
Heute besticht Hlučín durch historische Bauwerke wie das Schloss aus dem 16. Jahrhundert und die Stadtkirche. Ein Museum erinnert an die regionale Geschichte, während der Baggersee als Erholungsort dient. Persönlichkeiten wie der Komponist Pavel Josef Vejvanovský oder der Fußballspieler Jiří Pavlenka stammen von hier.