Hohenrain liegt im Kanton Luzern, eingebettet in eine hügelige Landschaft am Rand des Lindenbergs. Die Gemeinde umfasst neben dem namensgebenden Dorf mehrere Ortsteile wie Lieli, Ottenhusen und Kleinwangen, die sich über Höhenlagen zwischen 472 und 850 Metern verteilen. Durch das Gebiet fließen Bäche wie der Stägbach und der Spittlisbach, die dem Baldeggersee zustreben. Im Osten grenzt die Gemeinde an den Kanton Aargau, wo sie an Gemeinden wie Abtwil und Sins stößt.
Die Geschichte Hohenrains reicht bis in die Bronzezeit zurück, wie Funde von Schwertern in Oberillau belegen. Später prägte der Johanniterorden die Region, der hier im 12. Jahrhundert eine Kommende gründete. Diese wurde zur zentralen Herrschaftsstruktur, bis sie 1807 aufgelöst und später als Taubstummenanstalt genutzt wurde. Heute beherbergt das historische Gebäude ein kantonales Heilpädagogisches Zentrum. Wirtschaftlich lebte die Gemeinde lange von der Landwirtschaft, während sich die Bevölkerung im Laufe der Jahrhunderte durch Zuwanderung und Abwanderung veränderte.
Hohenrain besticht durch seine ländliche Idylle und historische Bauten wie die Kommende. Das Dorf ist Teil eines dicht besiedelten Netzwerks mit Nachbarorten wie Hochdorf und Ballwil. Ein besonderes Bauwerk ist die St. Johannes-Kapelle in Ottenhusen, die auf eine lange Tradition zurückgeht. Die Gemeinde pflegt eine starke lokale Identität, die sich in politischen Strukturen wie dem Gemeinderat zeigt, der von Parteien wie der Mitte und der SVP geprägt ist.