Holíč liegt im Nordwesten der Slowakei, wo die March nur wenige Kilometer nördlich vorbeifließt und die Grenze zu Tschechien markiert. Über den Fluss führt ein Übergang nach Hodonín, während die Stadt selbst von sanften Landschaften umgeben ist. Die Katastralgemeinde Pláňavy gehörte bis vor einigen Jahren noch zu Holíč.
Erstmals tauchte der Ort 1205 unter dem Namen Wywar in Urkunden auf und stand lange unter ungarischer Lehnsherrschaft. Nach dem Aussterben der Familie Stibor übernahm König Albrecht II. die Herrschaft und übergab sie an Kaspar Schlick. Später wurde Holíč durch Franz I. Stephan von Lothringen geprägt, der eine Porzellanmanufaktur gründete und das Schloss zu einem prunkvollen Sommersitz der Habsburger umbauen ließ. Maria Theresia förderte die Jagdtradition, die bis in die Zeit von Kaiser Franz Joseph I. reichte.
Das barocke Schloss Holíč prägt bis heute das Stadtbild, umgeben von weiteren historischen Bauwerken wie einer gotischen Pfarrkirche und einer Klosterkirche. Die Toleranzkirche aus dem 18. Jahrhundert erinnert an die religiöse Vielfalt der Region. In der Umgebung finden sich Menhire, die auf eine frühe Besiedlung hindeuten. Einst gab es hier eine bedeutende jüdische Gemeinde, die durch den Holocaust vernichtet wurde. Heute pflegt Holíč Partnerschaften mit tschechischen und österreichischen Städten.