Strážnice liegt im Südosten Mährens am linken Ufer der Velička. Die Stadt gehört zum Okres Hodonín in der Region Jihomoravský kraj. In ihrer Umgebung finden sich noch Spuren der einstigen Burg, die nach 1260 errichtet wurde.
Erstmals schriftlich erwähnt wird Strážnice im 13. Jahrhundert, als es unter Ottokar II. Přemysl eine wichtige Grenzstadt war. Später wechselten die Besitzer: Die Herren von Krawarn förderten den Weinbau und gründeten ein Dorf, doch Hussitenüberfälle zerstörten die Stadt immer wieder. Im 15. Jahrhundert übergab König Georg von Podiebrad hier einen Gefangenen, den späteren König Matthias Corvinus. Nach Bränden und Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg übernahm die Familie Magnis die Herrschaft und holte italienische Piaristen in die Stadt.
Heute prägen das Schloss, die Synagoge mit jüdischem Friedhof und die Überreste der mittelalterlichen Befestigung das Bild. Das Freilichtmuseum zeigt die Weinbautradition der Region. Ein jährliches Folklorefestival zieht Besucher an, und Persönlichkeiten wie der Großgrundbesitzer Anton Alexander von Magnis oder der Lyriker Paul Winter sind mit der Stadt verbunden.