Hollenthon liegt in der Buckligen Welt, dem südöstlichsten Teil des Industrieviertels in Niederösterreich. Das Gemeindegebiet ist von bewaldeten Hügeln geprägt, darunter der Stickelberg als höchste Erhebung mit über 880 Metern. Die Landschaft wird von Bächen wie dem Spratzbach und dem Thalbach durchzogen, die zugleich natürliche Grenzen zu Nachbargemeinden bilden. Im Tal des Rabnitzursprungs erreicht das Gelände seine tiefste Stelle bei etwa 420 Metern.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Stift Reichersberg verbunden, das bereits im 12. Jahrhundert Rechte an den Ländereien besaß. Im Mittelalter spielte die Burg Stickelberg eine Rolle, die zeitweise im Besitz böhmischer Könige war. Nach Zerstörungen durch die Türken im 17. Jahrhundert entwickelte sich Hollenthon zu einer eigenständigen Pfarre und erhielt 1784 eine eigene Kirche. Im 19. Jahrhundert wurde die Gemeinde Stickelberg gegründet, die später in Hollenthon umbenannt wurde.
Heute ist Hollenthon vor allem durch seine ländliche Idylle und die umliegenden Wälder bekannt. Die Gemeinde umfasst mehrere kleine Siedlungen, darunter Gleichenbach und Spratzeck. Ein markantes Bauwerk ist die Pfarrkirche, die nach dem Brand von 1683 neu errichtet wurde. Die Freiwillige Feuerwehr und das Gemeindehaus prägen das örtliche Gemeinschaftsleben. Die Region zieht mit ihrer ruhigen Atmosphäre und den Wanderwegen in den Hügeln Besucher an.