Hostinné liegt im Norden Tschechiens, eingebettet in die Sudeten am Oberlauf der Elbe. Die Stadt befindet sich auf etwa 351 Metern Höhe und ist etwa 15 Kilometer westlich von Trutnov entfernt. Das Vorland des Riesengebirges prägt die umliegende Landschaft.
Die Stadt wurde von Ottokar II. Přemysl gegründet und erstmals 1270 urkundlich erwähnt. Ursprünglich als deutsche Siedlung Arnau bekannt, entwickelte sie sich aus einer Burg und wurde von sächsischen Adelsgeschlechtern wie den von Torgau geprägt. Diese prägten den Namen und die frühe Entwicklung der Stadt, die später in böhmische Hände überging. Im 15. Jahrhundert spielte Arnau eine Rolle während der Hussitenkriege, als es trotz innerer Verbindungen zu Hussitenführern erfolgreich verteidigt wurde.
Heute beeindruckt Hostinné mit einem Renaissance-Rathaus und einem Marktplatz, der von Laubengängen gesäumt ist. Die Stadt bewahrt Spuren ihrer wechselvollen Geschichte, darunter mittelalterliche Tore und historische Kelleranlagen, die einst dem Wein- und Bierhandel dienten. Die Umgebung mit dem nahen Riesengebirge lädt zu Wanderungen ein.