Hostouň liegt in Westböhmen am Westufer des Starý Potok, der kurz darauf in die Radbuza mündet. Die Stadt befindet sich am Rand des Oberpfälzer Waldes auf etwa 450 Metern Höhe und ist über eine Eisenbahnlinie mit Domažlice und Tachov verbunden. Zu ihren Nachbarorten zählen unter anderem Poběžovice und Horšovský Týn.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Hostouň im Jahr 1238 als Besitz der Herren Gumpert von Hostaun. Die Familie prägte die Region über Jahrhunderte, bis die Herrschaft an verschiedene Adelsgeschlechter überging. 1587 erhielt der Ort Stadtrechte und ein Wappen, das bis heute an die Geschichte erinnert. Während der Hussitenkriege und der Reformation spielte Hostouň eine Rolle, bevor es nach dem Dreißigjährigen Krieg unter neue Besitzer kam.
Bekannt ist die Stadt vor allem für ihre barocke Jakobuskirche und das fürstliche Trauttmansdorff-Schloss, das einst als Jagdschloss diente. Besonders historisch bedeutend war die Unterbringung der Lipizzaner während des Zweiten Weltkriegs, deren Rettung als „Operation Cowboy“ in die Geschichte einging. Heute ist Hostouň wieder eine Stadt mit historischem Stadtwappen und einem Förderverein der Heimatvertriebenen.