Huelva liegt im Südwesten Andalusiens an der Mündung zweier Flüsse, des Odiel und des Río Tinto, die sich hier zu einem breiten Trichter vereinen und in den Atlantik münden. Die Stadt ist von einem milden Klima geprägt und beherbergt einen großen Naturpark, die Marismas del Odiel, der als Schutzgebiet für zahlreiche Vogelarten dient. Mit seiner Industriezone im Osten ist Huelva vor allem ein Zentrum der chemischen Industrie und weniger von Tourismus geprägt.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Zeit der Phönizier zurück, die vor etwa dreitausend Jahren hier Handel trieben und der Siedlung den Namen Onuba gaben. Später wurde sie unter den Römern zu einem wichtigen Ort in der Provinz Baetica, bevor sie nach der Rückeroberung von den Mauren im 13. Jahrhundert langsam an Bedeutung verlor. Erst im 19. Jahrhundert erlebte Huelva einen Aufschwung durch den Bergbau, insbesondere den Abbau von Kupfer, Eisen und Schwefel in der Region. Von hier aus startete Christoph Kolumbus seine Reise nach Amerika.
Huelva besticht durch seine historische Verbindung zu Christoph Kolumbus und seine Rolle als Tor zur Neuen Welt. Die Stadt bewahrt Spuren dieser Zeit, etwa durch den römischen Aquädukt, der noch immer Wasser führt. Ein weiteres Zeugnis der Vergangenheit ist das Casa Colón, ein Bauwerk aus der Blütezeit des britischen Einflusses im späten 19. Jahrhundert, als die Stadt durch den Bergbau und die Ansiedlung britischer Unternehmen modernisiert wurde. Heute prägen die Chemieindustrie und die Landwirtschaft mit Erdbeeranbau das Bild der Region.