Huesca liegt im Süden der Pyrenäen, wo sich das trockenfallende Flüsschen Isuela durch das Vorland schlängelt. Auf etwa 488 Metern Höhe gelegen, ist die Stadt rund 75 Kilometer von Saragossa entfernt und verbindet mediterranes Klima mit kontinentalen Zügen. Mit ihrem Umland bildet sie das wirtschaftliche Zentrum einer von Landwirtschaft geprägten Region.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Zeit der iberischen Siedlung Bolskan zurück, später wurde sie unter dem Namen Osca eine bedeutende römische Stadt. Hier gründete der Feldherr Quintus Sertorius eine Schule für die Söhne der spanischen Oberschicht, bevor er selbst zum Opfer eines Attentats wurde. Nach der maurischen Herrschaft fiel Huesca 1096 wieder in christliche Hände und wurde zur Hauptstadt Aragoniens. Berühmt ist die Legende um König Ramiro II., der angeblich widerspenstige Adlige in der Campana de Huesca habe beseitigen lassen.
Heute prägen historische Bauwerke wie die gotische Kathedrale mit ihrem alabasternen Altar oder die romanische Kirche San Pedro el Viejo das Stadtbild. Die barocke Basilika San Lorenzo beherbergt die Reliquien des Stadtpatrons, zu dessen Ehren alljährlich ein Fest mit Prozessionen gefeiert wird. In der Umgebung locken die Burgruine von Montearagón und das moderne Kunstzentrum CDAN, während die Stadt selbst mit ihrem Casino und dem Parque Miguel Servet mit den markanten Pajaritas-Skulpturen aufwartet.