Illano liegt im Nordwesten Asturiens, umgeben von sanften Bergen und durchflossen vom Río Navia. Im Norden grenzt es an Boal, im Süden an Pesoz und Santa Eulalia de Oscos, während im Westen Allande und Villayón benachbart sind. Die höchste Erhebung bildet die Sierra de Bobia mit über tausend Metern.
Früheste Spuren stammen aus der Steinzeit, darunter beeindruckende Hünengräber und Dolmen in der Sierra de Carondio. Später hinterließen die Gallaeker und Asturer ihre Spuren durch Wallburgen. Im Mittelalter prägten Klöster wie das nahe Villanueva de Oscos das religiöse Leben. Erst unter König Philipp II. erkaufte sich Illano seine Unabhängigkeit von Castropol und wurde damit eine eigenständige Gemeinde.
Heute zeigt sich Illano als ländliche Idylle mit historischen Bauwerken wie dem Haus von Armera de Mojardín oder der Wallfahrtskirche Nuestra Señora del Pastor. Die Pfarrkirche in Bullaso und die Kirche Santa Leocadia in Illano zeugen von der religiösen Tradition. Verschiedene Feste im Jahresverlauf, darunter San Juan oder San Roque, beleben die Dörfer. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen und Überalterung bleibt die Landwirtschaft prägend für diese ruhige Region.