Íllora liegt in einer von Bergen umgebenen Talebene der Sierra de Parapanda, etwa eine halbe Stunde von Granada entfernt. Die Stadt wird von mehreren Nachbargemeinden umgeben, darunter Moclín und Alcalá la Real, und durchquert von der Schnellfahrstrecke nach Antequera. Zu den Ortsteilen zählen Alomartes und Tocón, die sich wie verstreute Siedlungen in die Landschaft einfügen.
Erste Spuren der Besiedlung reichen bis in arabische Zeit zurück, als hier eine Burg entstand. Später wurde der Ort zu einem wichtigen Getreidelager, wovon ein prächtiges neoklassizistisches Gebäude zeugt, das einst als Kornspeicher diente. Im 19. Jahrhundert wechselte es mehrfach seine Funktion, bevor es heute als Stadtmuseum mit historischen Zeugnissen dient.
Besonders sehenswert sind die Ruinen der maurischen Burg auf einem Felsen im Ortskern sowie die Kirche Nuestra Señora de la Encarnación, ein Werk des berühmten Architekten Diego de Siloé. In den Außenbezirken wie Alomartes widmet sich ein eigenes Museum der regionalen Handwerkskunst und den einstigen Mühlen der Umgebung.