Ingoldingen liegt im baden-württembergischen Landkreis Biberach, etwa neun Kilometer südwestlich der Kreisstadt Biberach an der Riß. Der Ort wird vom Federbach durchflossen, der nahe dem Ortsteil Winterstettendorf entspringt und in die Riß mündet. Die Gemeinde gliedert sich in den Hauptort und mehrere Ortsteile wie Degernau, Grodt und Winterstettendorf.
Erstmals erwähnt wurde Ingoldingen im Jahr 1083 während des Investiturstreits, als es zur Benediktinerabtei St. Georgen gehörte. Im 16. Jahrhundert kam es zu Auseinandersetzungen um die Vogtei, an denen auch Herzog Christoph von Württemberg und das Haus Habsburg beteiligt waren. Seit 1806 gehört der Ort zu Württemberg und wurde später Teil des Landkreises Biberach.
Prägend für Ingoldingen sind seine katholischen Kirchengemeinden, die zur Seelsorgeeinheit Riß-Federbachtal gehören. Der Ortsteil Muttensweiler liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße und am Jakobsweg. Die St.-Jakobus-Kirche in Muttensweiler stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde auf den Fundamenten einer älteren Pfarrkirche errichtet. Persönlichkeiten wie der Minnesänger Ulrich von Winterstetten oder der Barockmaler Joseph Esperlin stammen aus der Region.