Ummendorf liegt im oberschwäbischen Landkreis Biberach, etwa fünf Kilometer südlich von Biberach an der Riß. Der Ort wird von der Umlach durchflossen, die in die Riß mündet, und ist von moorigem Gelände umgeben, darunter das als Naturschutzgebiet ausgewiesene Ummendorfer Ried. Im Süden erhebt sich die Hochfläche Hochgeländ, und der Donau-Bodensee-Radweg führt durch die Gemeinde. Neben dem Kernort gehören auch der Ortsteil Fischbach mit Schloss und Gehöft Horn sowie mehrere Weiler zur Gemeinde.
Die Geschichte Ummendorfs reicht bis in die Römerzeit zurück, als zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert ein Gutshof im heutigen Gewann „Kirlohäcker“ bestand. Später stand der Ort unter der Herrschaft des Klosters Weißenau, bevor er im 16. Jahrhundert an verschiedene Adlige und Klöster überging. Fischbach gelangte durch Säkularisation an die Familie Metternich. Nach der Mediatisierung kam Ummendorf 1806 zu Württemberg und wurde verschiedenen Oberämtern zugeordnet, bis es 1938 dem Landkreis Biberach angegliedert wurde.
Prägend für Ummendorf ist die katholische Pfarrkirche St. Johannes Evangelist, die als eine der eindrucksvollsten Dorfkirchen Oberschwabens gilt und eine bedeutende Madonna von Hans Multscher beherbergt. Das Ummendorfer Schloss, erbaut um 1560, dient heute kulturellen Zwecken. Im Ortsteil Fischbach lockt das Schloss Horn mit Aussicht ins Umlachtal. Die schwäbisch-alemannische Fastnacht wird von der Narrenzunft Ried-Graddla mit Umzügen und Bällen gefeiert, und seit 2002 gibt es im Ortsteil Fischbach einen Weinberg. Die Fernsehserie „Lindenstraße“ erhielt ihren Namen nach der gleichnamigen Straße in Ummendorf.