Jaca liegt am Fluss Aragón im Süden der Pyrenäen, etwa zwanzig Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Die Stadt befindet sich auf etwa 820 Metern Höhe und ist Hauptort der Comarca Jacetania. In der Umgebung erhebt sich ein Teil des Gemeindegebiets als Exklave mit dem Wintersportort Astún nahe dem Pyrenäenhauptkamm.
Die ersten Spuren der Stadt reichen bis zu den Iaccetani zurück, einem Volk, das der antike Geograph Strabon im Ebro-Becken erwähnte. Im Mittelalter widerstand Jaca maurischen Angriffen und wurde 824 Hauptstadt der Grafschaft Aragón. Später diente sie als Residenz der aragonischen Könige und erlebte unter Ramiro I. einen Aufschwung, als er hier eine romanische Kathedrale errichten ließ. Die Stadt verlor zeitweise an Bedeutung, bis sie durch militärische Festungsbauten im 16. Jahrhundert wieder an strategischer Relevanz gewann.
Jaca prägt eine romanische Kathedrale, die als erste ihrer Art am spanischen Jakobsweg gilt, sowie eine gut erhaltene Zitadelle aus dem späten 16. Jahrhundert. Die Michaelsbrücke und ein historischer Glockenturm zählen zu den markanten Bauwerken. Die Stadt ist zudem ein Zentrum des spanischen Eishockeys und war Austragungsort internationaler Sportveranstaltungen wie der Winter-Universiaden. In der Umgebung liegt das Kloster San Juan de la Peña, ein bedeutendes mittelalterliches Bauwerk.