Jaroměř liegt im Nordosten Tschechiens, dort wo die Úpa und die Metuje in die Elbe münden. Die Kreisstadt Hradec Králové ist nur etwa fünfzehn Kilometer entfernt. Die Stadt gliedert sich in neun Ortsteile, darunter die historische Altstadt und die ehemalige Festungsstadt Josefov.
Die ersten Spuren einer Siedlung reichen über tausend Jahre zurück. Im frühen elften Jahrhundert entstand hier eine Burg, die nach ihrem Gründer Jaromír benannt wurde. Später wurde Jaroměř zur Königsstadt erhoben und erhielt wichtige Privilegien. Im Hussitenkrieg und im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Stadt schwere Zerstörungen, doch sie blieb ein geistiges Zentrum. Erst 1948 wurde die benachbarte Festung Josefov eingemeindet.
Besonders sehenswert ist die gotische Kirche des hl. Nikolaus mit ihrem prächtigen Altar. Die Altstadt bewahrt mittelalterliche Mauern und Laubengänge, dazu eine barocke Mariensäule. Die ehemalige Festung Josefstadt diente lange als Garnisonsstadt. Ein Eisenbahnmuseum zeigt historische Fahrzeuge. Jaroměř brachte bedeutende Persönlichkeiten hervor, darunter den Uhrmacher François Czapek und den Bildhauer Otakar Španiel.