Jesberg liegt im hessischen Schwalm-Eder-Kreis, eingebettet im Tal der Gilsa, einem Nebenfluss der Schwalm. Das Gemeindegebiet reicht bis zum Wüstegarten, der mit seiner Höhe von über 675 Metern nicht nur den Kellerwald, sondern den gesamten Kreis überragt. Südwestlich erhebt sich der Hemberg, während im Norden Bad Zwesten und im Osten Neuental angrenzen. Die Bundesstraße 3 verbindet den Ort mit Kassel und Marburg.
Die Wurzeln Jesbergs reichen bis ins frühe Mittelalter zurück, als die Burg der Linsinger entstand und später an das Erzbistum Mainz überging. Als strategischer Stützpunkt spielte sie in den Konflikten zwischen Mainz und Hessen eine wichtige Rolle, bis sie im 16. Jahrhundert ihre Bedeutung verlor. Im 18. Jahrhundert ließ ein hessischer Prinz das heutige Barockschlösschen errichten, und der Prinzessingarten entstand auf Wunsch seiner Töchter. Während der napoleonischen Zeit war Jesberg sogar Kantonshauptort.
Heute prägen die Überreste der Burg, das barocke Schloss und der historische Prinzessingarten das Bild. Die Ortsteile wie Hundshausen mit seinem Hofgut oder Densberg mit der alten Synagoge erzählen von der langen Geschichte. Die Gemeinde ist überwiegend evangelisch, doch zeugen ein jüdischer Friedhof und eine katholische Kirche von der Vielfalt. Die Natur rund um den Wüstegarten und den Hemberg lädt zu Wanderungen ein.