Borken liegt in Nordhessen, eingebettet zwischen Kassel und Marburg, nahe den Mittelgebirgen Knüllgebirge und Kellerwald. Die Stadt wird von der Schwalm durchflossen, die von kleineren Bächen wie Olmes und Hundsbach gespeist wird. Mit etwa 13.000 Einwohnern ist Borken eine Kleinstadt im Schwalm-Eder-Kreis. Das Gebiet gehört geologisch zur Westhessischen Senke, wo sich neben fruchtbaren Böden auch Braunkohlevorkommen finden, die einst unter und über Tage abgebaut wurden.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Borken im Jahr 775 in einer Schenkung Karls des Großen an die Abtei Hersfeld. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einer befestigten Stadt, deren Burg im 13. Jahrhundert an die Herren von Löwenstein überging. Nach Zerstörungen im Hessischen Bruderkrieg und im Dreißigjährigen Krieg wurde Borken immer wieder aufgebaut. Wirtschaftlich prägte lange die Landwirtschaft das Bild, bevor Braunkohle im 20. Jahrhundert zur wichtigsten Ressource wurde.
Heute ist Borken vor allem für seine Bergbautradition bekannt, die im Hessischen Braunkohle Bergbaumuseum lebendig gehalten wird. Die ehemaligen Tagebaue wurden zu Seen rekultiviert und bilden das Borkener Seenland, das als Naturschutzgebiet und Erholungsraum dient. Die Stadt verbindet damit industrielle Vergangenheit mit natürlicher Schönheit und bietet mit dem größten rekultivierten Tagebau ein einzigartiges Landschaftserlebnis.