Julbach liegt im oberen Mühlviertel Oberösterreichs, eingebettet zwischen sanften Hügeln und dem Böhmerwaldausläufer. Die Gemeinde erstreckt sich auf 22 Quadratkilometern, wobei der Hauptort auf etwa 600 Metern Höhe liegt und die höchste Erhebung, der Schläger Berg, 843 Meter erreicht. Im Westen grenzt Julbach an Deutschland, im Norden an Ulrichsberg, im Osten an Peilstein und im Süden an Nebelberg. Das Tal der Kleinen Mühl durchzieht die Landschaft und prägt mit Feuchtwiesen und extensiv genutzten Flächen das Bild.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Julbach im 12. Jahrhundert als „Jugelbach“, doch der Ort bestand vermutlich schon im 11. Jahrhundert. Ursprünglich bayerisch, gehörte er später zum Herzogtum Österreich und schließlich zu Österreich ob der Enns. Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich 1938 wurde Julbach Teil des Gaues Oberdonau, bis 1945 die Zugehörigkeit zu Oberösterreich wiederhergestellt wurde. Während der Flüchtlingskrise 2015 spielte der Ort eine Rolle als Transitroute nach Deutschland.
Die katholische Pfarrkirche hl. Anna und der Kalvarienberg prägen das Ortsbild. Wirtschaftlich ist Julbach von kleinstrukturierten Betrieben und Landwirtschaft geprägt, wobei die meisten Höfe weniger als 20 Arbeitsplätze bieten. Die umliegende Landschaft mit ihren Mischwäldern und strukturierten Agrarflächen spiegelt die Verbindung von Natur und traditioneller Nutzung wider.