Kamberk liegt in einer hügeligen Landschaft im Zentrum Böhmens, etwa zwölf Kilometer südlich von Vlašim. Der Ort erstreckt sich in der Blanitzer Furche entlang des Flusses Blanice, der hier zum Kamberský rybník aufgestaut wird. Oberhalb des Dorfes erhebt sich der Blaník, während im Nordwesten das stillgelegte Goldbergwerk Roudný liegt, einst eines der reichsten Goldvorkommen Europas. Nachbarorte sind unter anderem Louňovice pod Blaníkem und Načeradec.
Die Geschichte Kamberks beginnt im 13. Jahrhundert, als deutsche Bergleute den Ort als Karrenberg gründeten und Goldbergbau betrieben. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1261 im Besitz der Herren von Landstein. Später gehörte er dem Münzmeister Jan Rotlev, der durch Goldfunde im nahegelegenen Eule zu Reichtum gelangte. Im 15. Jahrhundert verlor der Goldbergbau an Bedeutung, und der Ort wechselte mehrfach die Besitzer. Nach einer Umbenennung in Kamberg erhielt er 1991 wieder seinen historischen Namen Kamberk zurück.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild des Ortes, darunter eine mittelalterliche Feste, die später zum Pfarrhaus umgebaut wurde, und die barocke Kirche St. Martin. Ein kleines Museum und eine Kapelle in Předbořice ergänzen das kulturelle Angebot. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Karel Dobeš oder der Schauspieler Lubomír Kostelka haben hier gelebt. Viele Häuser dienen als Ferienwohnungen, was auf die malerische Umgebung im „Böhmischen Sibirien“ zurückgeht.