Kaposvár liegt im südwestlichen Ungarn, etwa 160 Kilometer von Budapest entfernt, am Fluss Kapos. Als Hauptort des Komitats Somogy ist die Stadt ein bedeutendes regionales Zentrum. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln, die der Legende nach an die Gründung Roms erinnern sollen.
Die Geschichte Kaposvárs reicht weit zurück: Schon vor über siebentausend Jahren gab es hier Siedlungen, später lebten keltische Stämme im Gebiet. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1009, als der Ort in einer Urkunde des Bischofs von Pécs als Kapos auftauchte. Im 14. Jahrhundert entstand die Burg der Familie Rupoly, die später als Neuburg bekannt wurde. Nach einer osmanischen Belagerung im 16. Jahrhundert und der Befreiung 1686 entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handels- und Verwaltungszentrum.
Heute ist Kaposvár vor allem für seine kulturellen und sportlichen Veranstaltungen bekannt. Die Stadt beherbergt eine Universität und ist Bischofssitz. Berühmte Persönlichkeiten wie der Maler József Rippl-Rónai oder der Ministerpräsident Imre Nagy stammen von hier. Zudem pflegt Kaposvár internationale Partnerschaften mit Städten wie Bath, Cần Thơ oder Villach.