Kaprun liegt am Nordrand der Hohen Tauern, eingebettet in die Glocknergruppe, wo sich mit dem Großen Wiesbachhorn einer der höchsten Berge Österreichs erhebt. Die Kapruner Ache durchfließt das Tal von Süden nach Norden und mündet später in die Salzach. Teile des Gemeindegebiets gehören zum Nationalpark Hohe Tauern, während die Landschaft von steilen Gipfeln und tiefen Schluchten geprägt ist.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich auf dem Bürgerkogel, wo eine keltische Höhensiedlung aus der Bronzezeit nachgewiesen wurde. Später prägten Bergbau und Handel die Region, bis Kaprun im 10. Jahrhundert erstmals urkundlich als „Chataprunnin“ erwähnt wurde. Jahrhundertelang blieb der Ort ein bescheidenes Bergbauerndorf, bis im 20. Jahrhundert der Bau des Tauernkraftwerks und später die Erschließung des Kitzsteinhorns als Skigebiet den Ort veränderten.
Heute ist Kaprun vor allem als Urlaubsdestination bekannt, die mit dem Gletscherskigebiet am Kitzsteinhorn und der historischen Burg lockt. Die Burg, im 12. Jahrhundert erbaut und später restauriert, dient heute als Veranstaltungsort. Ein trauriges Kapitel der Geschichte ist die Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun 2, die an die Gefahren technischer Anlagen erinnert. Neben kulturellen Highlights wie dem Kaprun Museum und der Sigmund-Thun-Klamm bietet die Gemeinde auch moderne Infrastruktur wie das Tauern Spa Kaprun.