Kelsterbach liegt am linken Mainufer im Südwesten Frankfurts, wo der Fluss einen Bogen beschreibt. Der Ort erstreckt sich entlang der Mündung des Kelsterbachs und wird durch die etwa siebzehn Meter hohe Kelsterbacher Terrasse geprägt, die sich vom Frankfurter Stadtwald aus nach Westen zieht. Im Norden grenzt es an Frankfurter Stadtteile, im Westen an Okriftel, im Süden an den Flughafen Frankfurt und im Südwesten an Raunheim.
Ursprünglich ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf, veränderte sich Kelsterbach mit dem Bau der Bahnstrecke Frankfurt–Mainz zu Beginn des 20. Jahrhunderts grundlegend. Die Ansiedlung großer Fabriken und die Nähe zu den Chemiewerken in Höchst und Griesheim zogen viele Menschen an. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Standort für Logistik und chemische Produktion, begünstigt durch die Lage am Frankfurter Flughafen.
Das Kelsterbacher Schloss, im 16. Jahrhundert erbaut und später zerstört, prägt die Geschichte des Ortes. Die Neukelsterbacher Straße aus dem frühen 18. Jahrhundert zeugt von vergangenen Plänen, Kelsterbach als Handwerkerstadt zu etablieren. Die ehemalige Porzellanmanufaktur, die nur wenige Jahre bestand, brachte namhafte Künstler hervor. Heute ist Kelsterbach durch seine internationale Bevölkerung und seine wirtschaftliche Bedeutung in der Region Frankfurt/Rhein-Main geprägt.