Kerzers liegt im Seebezirk des Kantons Freiburg, am Ostrand des Grossen Mooses, der grössten Gemüseanbaufläche der Schweiz. Die Gemeinde ist Teil der Westschweiz und wird im Dialekt „Cheerzers“ genannt.
Die erste Erwähnung findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr, als die frühburgundische Königin Bertha die Kirche dem Kloster Payerne schenkte. Im Lauf der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach: Nach dem Kauf durch Freiburg 1382 folgte eine Zeit unter Savoyen, Bern und schliesslich als gemeine Herrschaft beider Städte. Zerstörungen durch Kriege und Brände prägten die Geschichte, doch erhielt der Ort 1479 einen Freiheitsbrief, der eigene Rechte wie eine Fleischhalle und eine Badstube festschrieb. Die Reformation setzte sich 1530 durch, nachdem Bern und Freiburg sich über den Wiederaufbau der Kirche und die Pfarrerbesoldung einigten.
Heute ist Kerzers bekannt für sein Papiliorama, einen Schmetterlingszoo mit weiteren Ausstellungen. Die reformierte Kirche und das dazugehörige Pfarrhaus zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Jährlich zieht der Kerzerslauf Läufer aus dem In- und Ausland an. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Gilbert Trolliet oder die Archäologin Hanni Schwab stammen von hier. Die Gemeinde verbindet ländliche Wurzeln mit moderner Verkehrslage und einem hohen Pendleraufkommen.