Kindberg liegt im Mürztal, eingebettet zwischen den Fischbacher Alpen im Süden und den Mürztaler Alpen im Norden. Die Stadt befindet sich etwa auf halber Strecke zwischen Bruck an der Mur und Mürzzuschlag und ist Teil des politischen Bezirks Bruck-Mürzzuschlag in der Steiermark. Durch das Tal fließt die Mürz, die das Ortsbild prägt und an deren Ufer sich die moderne Fußgängerbrücke anschließt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in keltische und römische Zeiten zurück, doch erst im 8. Jahrhundert ließen sich bayerische Siedler dauerhaft nieder. Die erste urkundliche Erwähnung als „Chindeberch“ datiert um 1172, doch erst im 14. Jahrhundert entwickelte sich hier ein bedeutendes Eisengewerbe. Ein schweres Erdbeben im Jahr 1267 und die spätere Markterhebung durch Rudolf von Habsburg im 13. Jahrhundert festigten die Bedeutung des Ortes. Heute ist Kindberg vor allem für seinen ersten in der Steiermark gefundenen Meteoriten bekannt, der 2021 in der Umgebung entdeckt wurde.
Das Ortsbild wird vom gotisch-barocken Ensemble der Pfarrkirche Hll. Peter und Paul geprägt, umgeben von Resten einer mittelalterlichen Wehrmauer. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das barocke Schloss Oberkindberg, das Renaissance-Schloss Hart und der kunstvolle Kindberger Zunftbaum, der als Wahrzeichen gilt. Die Stadt erhielt für ihre blumengeschmückten Plätze mehrfach Auszeichnungen, darunter eine Goldmedaille beim europäischen Wettbewerb „Entente Florale Europe“. Die Verbindung von Industriegeschichte, Natur und kulturellen Highlights macht Kindberg zu einem besonderen Ort in der Region.