Kleinarl liegt im Salzburger Land, am Rand des Nationalparks Hohe Tauern. Das etwa 20 Kilometer lange Kleinarltal zieht sich von Wagrain südwärts in die Radstädter Tauern und wird vom Kleinarler Bach durchflossen, der später als Wagrainer Ache in die Salzach mündet. Der Ort ist von markanten Kalkstöcken, Almen und Wäldern geprägt, mit Bergen wie dem Faulkogel und der Ennskraxen als markanten Gipfeln. Am Talende liegt der Jägersee, auf einer erhöhten Stufe der Tappenkarsee auf 1762 Metern Seehöhe.
Erst im 12. Jahrhundert wurde das Kleinarltal durch die Anlage von Schwaigen urbar gemacht, nachdem der Fluss Kleine Arl bereits 930 urkundlich erwähnt worden war. Bis zur Einrichtung des Landgerichts Wagrain im 15. Jahrhundert gehörte das Gebiet zum Pfleggericht Radstadt. Wirtschaftlich lebte die Region lange von der Landwirtschaft, bevor der Tourismus an Bedeutung gewann.
Besonders bekannt ist Kleinarl für seine gotische Pfarrkirche hl. Laurentius, die 1443 geweiht wurde und deren Altar vom Bildhauer Petrus Schmid stammt. Das neue Gemeindeamt, ein preisgekröntes Holzbauwerk, beherbergt neben der Verwaltung auch den Tourismusverband. Die Gemeinde blickt auf eine Reihe bekannter Persönlichkeiten zurück, darunter die Skirennläuferinnen Annemarie Moser-Pröll und Cornelia Pröll sowie der Komponist Sepp Neumayr.